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Die Bücher und ich

Dienstag, 30. Juni 2009

Colin Cotterill - Dr. Siri sieht Gespenster

"Heiß hier, was? - Verdammt heiß!"

Der Klappentext:
"Etwas Wildes und Böses macht die Hauptstadt von Laos unsicher. Es scheint, als würde ein entlaufener Bär hilflose Frauen angreifen und töten. Aber Dr. Siri, der einzige Leichenbeschauer von ganz Laos, hat es nicht nur mit diesem Fall zu tun: Auch zwei Tote auf einem Fahrrad geben ihm Rätsel auf. Mit Unterstützung seiner Helfer, der Krankenschwester Dtui und ihres Kollegen Mr. Geung, geht Siri den Todesfällen beharrlich, wenn auch auf unorthodoxe Weise nach. Dass in die Vorfälle eine seltsame Holztruhe, ein toter Elefant und ein geheimnisvoller Gärtner verstrickt sind, würde andere vielleicht überraschen - nicht Dr. Siri. Schließlich hat er in seinen über siebzig Jahren schon so manches gesehen..."

Hauptschauplätze:
Luang Prabang, Vientiane (Laos)

Der Eindruck:
Liebenswert, schrullig, spannend, voller Wortwitz. (Ich habe tatsächlich an mehreren Stellen wirklich lachen müssen - das geht mir sonst bei Büchern nur äußerst selten so.) Ungewöhnliche, interessante Charaktere - völlig abseits von "Reich und schön" - was das Buch besonders sympathisch macht.

Empfehlung:
Im Sommer lesen, am besten draußen.

Dazu passt:
gekühlte Wassermelone, selbst gemachter Eistee, Beerlao

Fazit:
Äußerst unterhaltsam. Leseempfehlung!

Sonntag, 28. Juni 2009

Markierwut

Kategorie "Nicht besonders sinnvoll": Im neuen Zweitausendeins-Katalog alle Bücher grün markieren, die ich gerne jetztsobaldwiemöglich haben möchte und nach einer Weile feststellen, dass nun der halbe Katalog grün markiert ist.
#fail

Mittwoch, 3. Juni 2009

Truman Capote - Frühstück bei Tiffany

Mh. Lange hab' ich überlegt, was es über dieses Buch, über das schon alles gesagt wurde, noch zu sagen gäbe. Vor allem von mir. In Anbetracht der Tatsache, dass es mich nicht sonderlich vom Hocker gehauen hat.
Sprachlich ganz wundervoll, keine Frage, Capote eben. Holly Golightly ist auch ganz zauberhaft, wirklich. Eine toll gezeichnete / konstruierte / wasauchimmer Figur. Wäre ich ein Mann, ich hätte mich sicherlich verliebt.
Aber ansonsten?
Vielleicht ein Buch für einen heißen Nachmittag auf der Terrasse. Eher für einen Tag mit Schirmchen-Drink. Rotwein und Bier passen nicht dazu. Tee auch nicht, Kaffee schon gar nicht. Ein Martini-Buch vielleicht. Ohne Olive.
Spritzig, locker, leicht - um mal das Wort 'seicht' zu vermeiden.
Und jetzt dürft ihr mich schlagen. Ich bin dann mal weg.
(nee, mir hat's wirklich nicht übermäßig gefallen)

Freitag, 22. Mai 2009

Milan Kundera - Das Buch vom Lachen und Vergessen

Ein leises Buch. Ein wunderschönes Buch. Ein Buch über den Tod und die Angst davor, ein Leichnam zu sein. Ausgeliefert. Ein Buch über Stille, Sprache, Dichtung, Sprachlosigkeit. Über die eigene Unzulänglichkeit und über das Festhaltenwollen der Liebe. Über Einsamkeit, Trauer, Glück.
Und ein bißchen Politik - Kundera eben. ;o)

Und immer wieder denkt man sich beim Lesen "Ja! So! GENAU SO ist das!" Und fühlt sich vielleicht ein bißchen ertappt, weil es scheint, als habe der Autor die eigenen Gedanken auf's Papier gebracht, noch ehe man sie selbst in dieser Präzision denken konnte. Er kann das ausdrücken, was in mir nur eine vage Vorstellung ist. So herumwabert als unvollendeter Gedankengang. Und dann steht es plötzlich da - schwarz auf weiß. Und man sieht sich gezwungen, sich jetzt damit auseinander zu setzen.

Dieses Buch - LESEN! UN-BE-DINGT!

(Man kann das zum Schluss auch nicht einfach weglegen und sich unbeeindruckt dem nächsten Buch widmen. Man möchte vielleicht ein bißchen, dass es nie endet, dieses Buch. Und möchte auf der vorletzten Seite am liebsten wieder von vorn beginnen.)

Mein Lesestoff


Martin Walser
Dorle und Wolf

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frau_maus (at) gmx .net

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