Montag, 15. März 2010

Fehlplanung

Wenn man denn schon mal eine Woche daheim ist und das Kind vormittags im Kindergarten bespaßt wird, fallen einem ja auf der Stelle tausend Dinge ein, die man doch dringend mal erledigen könnte, wollte, sollte.
Ausmisten, umsortieren, das Shirt fürs Kind fertig besticken, Vollkornbrot backen, Papierkram erledigen, Altpapier entsorgen, Hefeteig für Focaccia ansetzen...
Bis einem dann wieder einfällt, dass Krankschreibungen durchaus ihren Sinn haben, weil man außer an die Wand schauen, dösen und zwischendurch (aber nur kurz) am PC rumklicken irgendwie nichts zustande bringt - nichtmals Fernsehen schauen, davon krieg' ich Kopfweh.
Es ist aber auch eine Krux.

Sonntag, 14. März 2010

Hurra, wir leben noch!

Also dem kleinen Krümelkeks geht's wirklich wieder gut. Laut Kinderarzt darf sie morgen schon wieder in die KiTa - und sie vermisst doch auch ihre Freunde schon so sehr.
Ich selbst war gestern noch mal beim Bereitschaftsdienst, hab' ein anderes Antibiotikum bekommen und etwas zum Erweitern der Bronchien. Das in Kombination scheint jetzt endlich mal etwas zu bewirken. Ich bin zwar noch sehr schlapp und durch den Wind, muss husten und husten, aber bekomme endlich wieder relativ normal Luft - mittlerweile auch wieder ohne Sympathomimetikum. Herrlich - was für ein Wort!
Es wird wohl noch ein paar Tägelchen dauern, bis hier wieder Fitness herrscht - aber der Weg scheint richtig zu sein. :-)

Freitag, 12. März 2010

Extrajammerposting

Mir ist kalt. Kaaaalt. Das Antibiotikum schlägt noch nicht an, dafür wird mir schlecht davon. Schwindelig ist mir auch und ich will auf den Arm.
Ich soll im Bedarfsfall morgen noch mal zum Arzt, wenn keine deutliche Besserung eintritt.
Dafür jetzt noch Essen machen und wenigstens ein bisschen aufräumen.
Und soll ich euch mal was sagen? Pädagogischer Nutzen hin oder her - es gibt Momente, in denen ich sehrsehr froh bin, dass es den Kika gibt. #seufz

Und wer bringt mich jetzt ins Bett? :-((

(jaaaa, genug gejammert - aber irgendwo muss man sich ja mal ausheulen ;o) )

Eine richtig gute Nachricht hab' ich aber doch: Das Schnuffelkind ist soweit wieder fit. :-)

Vielen Dank fürs Zuhören.

Donnerstag, 11. März 2010

Jackpot

Nachdem es dem Schnuffelkind nun langsam wieder besser geht (morgen Kontrolltermin beim Arzt - bin gespannt), ist die Lungenentzündung jetzt auch bei mir angekommen.
Dass wir aber auch alles zusammen machen müssen - nee, nicht schön.
Und soll ich euch mal was verraten? Ich hab KEINE Lust mehr auf dieses ständige Kranksein. Will Früüüühling! Buhuuuu!
Und so.
Wir gehen fallen jetzt ins Bett.
Nacht, ihr Nasen.

Samstag, 6. März 2010

Grnenbklsfchsihllllmmmmmppppf!

Also echt mal - ich hab's satt.
Ich hab's satt, diese weiße Scheiße zu sehen. Ich will keinen Schnee mehr! Und schon gleich gar keine 20cm. Im März! Dabei hatte ich mich doch gerade schon an die frühlingshaften Temperaturen gewöhnt. Möp.
Ich will kein Schneegestöber, keinen Hagel, keinen Sturm, keine klirrende Kälte nachts und überhaupt... nein, ich will nicht mehr.
Und schon gar nicht mehr will ich, dass weiterhin Winter ist, weil dann permanent alle krank sind.
Vorletzte Woche lag ich total flach, jetzt wieder das arme Kindchen
:-(
(bei allem, was an 40°C Fieber ran geht, oder darüber, werd' ich ja auch leicht nervös, muss ich gestehen - ist einfach unüblich für's Krümelkekskind) ... und mich hat sie auch schon wieder angesteckt.
Das macht doch alles keinen Spaß mehr.
ICH! WILL! NICHT! MEHR!
Buhuuuuu!
Ich will auf den Arm. Und Trostschokolade will ich auch.

Freitag, 5. März 2010

Siebenschläfer

Derzeit bin ich ja schlicht und einfach zu müde für diese Welt. Ich würde es gern als Frühjahrsmüdigkeit betiteln, aber da (zumindest hier) irgendwie immer noch tiefster Winter ist, fällt das als Ausrede auch flach.
Wie auch immer.
Das bisher hustende Kind ist endlich eingeschlafen und ich werde es ihm gleich tun.
Schlafen.
Ja, jetzt.
Echt.
Gute Nacht, Welt.

Mittwoch, 3. März 2010

J. M. Coetzee - Warten auf die Barbaren

Nach „Schande“ habe ich mich nun an ein weiteres Werk Coetzees gewagt: „Warten auf die Barbaren“. (Der Autor ausgezeichnet mit dem Literatur-Nobelpreis 2003, im Übrigen.)

Es spielt an einem nicht näher beschriebenen Ort, an einem Ort im Irgendwo, wie er überall zu finden sein könnte. Die Regierung beschwört einen Krieg mit Unschuldigen herauf und ein Magistrat steht zwischen den Fronten. Soweit die unprätentiöse Kurzbeschreibung.

Aber dieses Buch ist mehr. Leise, manchmal laut, einfühlsam und brutal, in jedem Fall aber ohne erhobenen Zeigefinger und Moralapostelei stellt sich dem Leser Seite für Seite zwischen den Zeilen diese eine Frage: „Was hättest du getan?“.

Im Zwiespalt zwischen Bequemlichkeit und Nostalgie, Gerechtigkeitssinn und Märtyrertum. Verloren irgendwo zwischen dem Wunsch nach Heimat und Alltag und den eigenen Idealen.

Bist du ein Held, wenn du aufbegehrst und dich in den Weg stellst? Oder spielst du ihn nur? Wofür lohnt es sich zu kämpfen, was setzt du aufs Spiel? Wie lange kannst du wegschauen und wie viel Schmerz kannst du ertragen?
Was hättest du getan?

Dringende Leseempfehlung.

Donnerstag, 4. Februar 2010

Der rote Luftballon

Mit Marianne Faithfull im Ohr durchs Wohnzimmer laufend fällt mir der rote Luftballon meiner Tochter vor die Füße. Diesen Ballon durch die Luft wirbelnd denke ich, dass manches nicht verschwindet, nur weil man sich wahrhaftig redlich bemüht, nicht mehr daran zu denken. Es fällt doch immer wieder auf einen herab, zu schwer, um allein zu fliegen. So, wie der rote Luftballon.

Bücherdingens


Paul Auster, Joachim A. Frank
Stadt aus Glas. SZ-Bibliothek Band 6

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