Montag, 28. September 2009

Wo wart ihr?

Wo wart ihr denn gestern?
Wie konnte das passieren?
Und was passiert als Nächstes?
Überwachungsstaat?
Bildungsdesaster?
Steuererhöhungen?
Und überhaupt?
Für mich ist dieses Ergebnis in keinster Weise nachvollziehbar. Und ich freue mich auch nicht. Kein bisschen.
Nichtwählern gehört jetzt für die nächsten vier Jahre der Mund zugeklebt. Keine Beschwerden, bitte. Man hätte es vielleicht verhindern können - wäre man wählen gegangen.
(Wobei ihr natürlich wählen wart - und euer Kreuz an der richtigen Stelle gemacht habt, gell? ;o) Aber das hat leider nicht gereicht.)
Ich kotze dann mal so ein bißchen. Im übertragenen Sinn.
In Echt husten wir nämlich. Und das Kind hat heute zum ersten Mal KiTa-frei, weil krank.
Möp.

Samstag, 19. September 2009

Ha-ha-haaaaa....

...TSCHIII!

Ich liebe Kindergärten, wussten Sie das schon? Vor allem, weil sich dort nicht nur mein Kind so wohl fühlt, sondern auch sämtliches Viren- und Bakteriengetier.
Gerade mal vier Tage KiTa und schon krank. Super.
Besonders schön macht sich das ja immer, wenn man alleinerziehend ist, arbeiten möchte und keine anderen Betreuungspersonen hat, weil entweder nicht in der Lage oder selbst berufstätig. Feinfein.
Ich harre der Dinge, die da so kommen mögen. Und derweil lausche ich andächtig dem Niesen, Schniefen und Husten aus dem Kinderzimmer.
Weia.

Geschnipseltes

  • Samstage sind merkwürdige Tage, wenn man außer sehr vielen Arbeitsdingen nichts weiter geplant hat und das Kind mehr oder weniger nur zum Essen und Schlafen daheim ist.
  • Kind geht übrigens noch immer äußerst gern in den Kindergarten. Und ich harre der Tränen, die da noch kommen mögen. Oder auch, hoffentlich!, nicht.
  • Denken hilft auch nicht immer weiter.
  • Nicht-Denken auch nicht.
  • Müsste mal wieder lesen - hab ich schon so lange nicht mehr. Hab' aber auch keinen wirklichen Nerv für gar nix in dieser Richtung momentan.
  • Immer, wenn ich mal einen ganzen Tag drinnen verbringen muss, ist draußen schönes Wetter. Wenn ich diesen Murphy mal in die Finger kriege, isch schwöre, Alter...! Ey.
So viel dann dazu. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Dochdoch, es kommen auch wieder sinnvollere Beiträge. Kommt Zeit, kommt Sinn - so was sagte bestimmt schon der alte Pumuckl. Oder so.)

Mittwoch, 16. September 2009

Kindergartenkind

Ach, ich bin so stolz auf mein kleines, großes Mädchen.
Wie sie mit leuchtenden Augen die Treppen zum Kindergarten hinauf hüpft, wie sie sich umzieht, mir einen Kuss gibt, kurz zögert und sich dann einen Ruck gibt und über die Schwelle tritt - ins Pinguin-Zimmer. Wie sie die Erzieherinnen anstrahlt, ein bißchen schüchtern, aber dennoch so mutig, so voller Selbstvertrauen. Wie sie noch kurz zurück schaut und sich dann gleich dort einfindet, als hätte sie nie etwas anderes getan, und ich beim Gehen fast sentimentaler bin als sie.
Die strahlenden Augen, wenn ich sie abholen komme - wie sie in meine Arme springt und mich ganz fest hält.
Meine kleine, so große Maus...
Hach! *Tränchen wegwisch*

Dienstag, 15. September 2009

Mein Kind ist weg

... seit zwei Stunden schon. Im Kindergarten. Ganz alleine. Die Abschiedszeremonie hat gefühlt 10 Sekunden gedauert, in echt auch kaum länger. Es gab keine Tränen, nur später bei mir ein paar klitzekleine - aber das hat ja keiner gesehen. ;o)

Sonntag, 13. September 2009

Trauen

Nein, ich traue mich nicht, nicht im ehelichen Sinn. Nicht, dass noch einer denkt… ;o)

Aber ich traue mich auch so momentan nicht. Bzw. traue ich MIR zurzeit nicht. Mir und meinem Einfühlungsvermögen, mir und meiner Sensibilität, mir und meiner Menschenkenntnis. Blabla. To be continued.

Ich will nicht behaupten, mich in andere Menschen wirklich hinein versetzen zu können (aber ich kann es zumindest meist ein Stück weit, denke ich), ich kann auch keine Gedanken lesen. Aber so im Schnitt, so insgesamt, bin ich dennoch recht sensibel… und meine auch, Situationen grundsätzlich richtig einschätzen zu können. Und wenn nicht komplett richtig, dann zumindest in Grundzügen, so ein bisschen. Ich kann Stimmungen ziemlich gut auffangen, schnell registrieren, wenn’s dem Gegenüber trotz entgegengesetzter Behauptungen nicht gut geht usw. … zumindest dachte ich das bisher.

Aber dass zwei Menschen eine so unterschiedliche Auffassung von einem Abend haben können, und ich, als einer von diesen beiden Menschen, das nichtmals wirklich registriere, das hat mich dann doch dezent – öhm – umgehauen ins Grübeln gebracht.
Ich hab‘ bisher immer auf dieses viel zitierte Einfühlungsvermögen und Bauchgefühl gehört und lag nie daneben. Nie! Aber dieses Mal so völlig und absolut… das macht mich jetzt doch unsicher. Was die Situation betrifft und noch viel mehr, was mich und das Vertrauen in mich selbst betrifft.

Wie kann ich mich denn so täuschen – in einem Menschen, in einer Situation, in einem Gefühl und überhaupt in allem? Wie kann es sein, dass das Bauchgefühl, die eigene Einschätzung und die Realität (respektive seine Worte) doch so weit auseinander klaffen?
Wie kann ich denken, es ist alles so einigermaßen und den Umständen entsprechend (muss man ja schon auch berücksichtigen) in Ordnung und irgendwie angenehm, während er das wohl für unhaltbar hält? Das an sich ist ja gar kein Problem – kommt vor – aber wie kann es sein, dass ich das nicht merke? Wow.

Da binnisch platt, also echt jetzt.

Hätte ich das merken müssen? Besser: Hätte ich es merken _können_? Wenn ja, woran? Das Gehirn denkt nach rechts und nach links und um die Ecke und versucht, Signale zu deuten und stößt immer wieder an seine Grenzen, wenn es darum geht, bruchstückhaft erhaltene Teilerinnerungen richtig einzuordnen. Und das fängt schon damit an, dass ich mir nicht sicher bin, ob die Signale nicht gesendet wurden oder ob ich sie nur nicht in der entsprechenden Intensität empfangen habe. Und wenn letzteres, warum nicht?

Was hätte ich anders machen können? Was anders machen sollen? Und wieso zerbreche ich mir darüber eigentlich so den Kopf?

Doch die Antwort ist eigentlich so simpel: Weil ich noch niemals erlebt habe, dass mein Bauchgefühl und die Worte vom Gegenüber so dermaßen weit auseinander liegen.

*Schulternzuck*

Ich kann das jetzt nur irgendwie hinnehmen. Ohne es wirklich zu verstehen. Irgendwie merkwürdig, das alles.

(btw. geht's nur um ein FreundschaftsBekanntschaftsdingens, nicht um Beziehungskram. Um Fragen vorzubeugen. ;o) )

Sonntag, 6. September 2009

Kontrolliert euer Click&Buy-Konto, sofern ihr eins habt!

Denn das ist ja so:
(Und um vorneweg alle Klarheiten zu beseitigen: Das hat nix mit meinem nicht ausgeknipsten GMX-Account zu tun, da völlig andere Zugangsdaten und da der GMX-Account ausschließlich für die Kommunikation mit Lesern dieses Blogs verwendet wird. Mit anderen Daten und anderen Systemen würde ich so fahrlässig nicht umgehen!)

Als ich heute früh noch halb verschlafen meine Mails checkte, staunte ich nicht schlecht über die vielen Abbuchungsmails von Click&Buy.
Anscheinend wurde heute Nacht, zu Zeiten in denen ich tief und fest schlief, mein Click&Buy Account, den ich so gut wie nie benutze, gehackt. 2 Abbuchungen von je 340,-€ sollen von meinem Konto abgebucht werden, dann griff anscheinend das Sicherheitssystem, die restlichen, wenn ich mich nicht verzählt habe, 16 Abbuchungen à 340,-€ werden von einer mir nicht bekannten Kreditkarte abgebucht. Ich hab' gar keine. ;-)
Ich habe dann bei Click&Buy angerufen und sofort das Konto sperren lassen. Als nächstes werde ich morgen früh veranlassen, dass die Lastschrift möglichst gar nicht erst raus geht bzw. umgehend zurück gebucht wird. Und danach zur Polizei gehen und Anzeige erstatten. (der Form halber - die betreffende Firma, die abgebucht hat, sitzt anscheinend auf Gibraltar *löl*) Ich hab' ja schließlich sonst nichts zu tun und wollte sowieso schon immer mal sehen, wie der Polizisten-Nachbar so arbeitet. ;-P
Was man so liest, häufen sich diese Fälle erschreckend. Bei Chip Online findet sich direkt ein 26-seitiger Thread zu diesem Thema, der erste Eintrag ist vom 31.12.2007, der letzte von gestern.
Dieses Problem scheint bekannt zu sein und es scheint sich um eine Lücke im System zu handeln.
http://forum.chip.de/recht/konto-wurde-gehackt-klick-buy-987603-page25.html
Ich habe Click&Buy in der letzten Zeit nicht genutzt, mein Virenscanner lief zum letzten Mal gestern Abend, ohne Auffälligkeiten. Bei C&B sowie Paypal habe ich Passwörter, die ich sonst nirgends verwende. Auch ein erneuter Virencheck heute früh blieb ergebnislos.

Wie auch immer - ich werde über Click&Buy mit Sicherheit keine Zahlungen mehr tätigen. Und über PayPal auch nicht - das Konto hab ich vorsichtshalber gleich mit gelöscht.
Öööööööörks!

(Ich freu mich ja auch schon wie ein Schnitzel über den wahrscheinlich regen Schriftverkehr mit C&B, wenn die versuchen, mir die Gebühren für die Rückbuchung der Lastschrift in Rechnung zu stellen. Aaaaaargh!!!)

Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.

BDSM für Anfänger

Den GMX-Account jedes Mal ohne Logout schließen - mit dem Wissen, beim nächsten Login dafür gar furchtbar geschimpft zu werden.

Samstag, 5. September 2009

Wir sind heute sehr in love with laziness.

Aber wir sind ja auch so ein bißchen verschnupft.
Ich liebe den Herbst, erwähnte ich das schon mal irgendwo?
*gna*

Freitag, 4. September 2009

Eltern und andere merkwürdige Gestalten

Ich bin mir sicher, über dieses Thema wurde schon in Millionen und Abermilliarden Blogeinträgen referiert, aber wie das so ist: Natürlich muss ich auch meinen Senf dazu abgeben.

Wie erziehe ich mein Kind richtig?

Ich kann’s bald wirklich nicht mehr hören. Dieses Gehacke unter Müttern. Ach, hast du gehört, die Claudi arbeitet schon wieder, dabei ist doch der Kleine noch so KLEIN! Ja, furchtbar! Aber die Tschakeline, die hat noch IMMER keinen anständigen Beruf, dabei ist doch der Luka-Levin schon VIER! Meine Güte, dieses Gesocks! Und überhaupt – die lässt den SAFT trinken. Saft, verstehst du? Na, der wird sich schon noch wundern, wenn der das nächste Mal zum Zahnarzt muss, haha! Na, ja, also meine Chiara-Marie, die bekommt ja nur Wasser und Fencheltee. (An dieser Stelle werden wahlweise die Chips oder die Dinkelstangen ausgepackt und dem wehrlosen Kind in den Mund gestopft, denn das arme Kind hat ja schon seit mindestens 30 Minuten nichts Anständiges mehr gegessen.)

Ich glaube nirgendwo, außer vielleicht beim Casting fürs Sommermädchen, sind Stutenbissigkeit, Zickereien und Vorverurteilungen stärker ausgeprägt als unter Müttern. Beziehungsweise Eltern, so insgesamt.

Und soll ich euch was verraten?
Das. Nervt.

Ist denen eigentlich schon mal die Idee gekommen, dass es vielleicht kein Richtig oder Falsch gibt? Zumindest fast kein Falsch. Dass alles im Zusammenhang mit Gewalt, fehlender Zuneigung oder Vernachlässigung falschfalschfalsch ist, darüber sind wir uns wohl alle einig.

Aber kommen die nicht mal auf die Idee, dass wir Eltern möglicherweise gar nicht so viel Einfluss auf die Entwicklung unserer Kinder haben, wie wir denken oder hoffen?
Anders kann ich mir nicht erklären, dass in Mehrkindfamilien jedes Kind über dermaßen unterschiedliche Verhaltensweisen und Wesensmerkmale verfügt. Obwohl doch die Erziehung zumindest grundsätzlich sicher sehr ähnlich abgelaufen ist.

Und gerade im Bereich der Erziehung gibt es ganz sicher kein Richtig für alle, höchsten ein Richtig für uns. Richtig für die jeweilige Familie.

Ein Kind wird nicht zur gestörten Persönlichkeit, weil es mal 10 Minuten schreien muss. Wenn sich eine Mutter dagegen entscheidet, dann weil sie sich damit besser fühlt, beim Kind zu sein. Das ist in Ordnung und gut so, kann aber für eine andere Familie, eine andere Mutter, vielleicht unpassend sein. Aus welchen Gründen auch immer.

Und dieses ganze „Das tu‘ ich für mein Kind!“ – ist das nicht im Endeffekt sowieso nur ein „Das tu‘ ich für _mich_, weil _ich_ davon überzeugt bin und das für richtig halte und mich selbst gut damit fühle.“?
Wer weiß denn schon wirklich, was für ein Kind gut und richtig ist? Wer weiß, welches Verhalten man an den Tag legen muss, damit aus dem Kind später der Mensch wird, den man sich so vorgestellt hat, als er einen noch nachts von innen mit Füßen traktierte?

Keiner. Weil: Das funktioniert einfach so nicht. Frühkindliche Entspannungsreise und Japanisches Origami für Kleinkinderpatschehände werden aus einem Wirbelwind nichts anderes machen als – einen Wirbelwind. Egal, wie sehr Eltern sich drehen und wenden, welche Kurse sie besuchen, ob die Mutter drei Jahre lang stillt ober ob sie noch vor dem 8. Monat Kuhmilch zufüttert – es wird nichts ändern am Kind und wir sollten das einsehen. Wenn das Kind eine schwache physische Konstitution hat, dann hat es die – ob mit oder ohne Stillen, mit oder ohne Kuhmilch. Wenn ein Kind einfach bewegungsfreudig und raufboldig ist, dann bleibt es das auch. Und sollte vielleicht einfach ein Stündchen länger draußen spielen, als zur Abendtherapiestunde für ADS-Kinder geschleppt zu werden. Wo es dann bitte schön still zu sitzen hat.

Unsere Kinder sind kleine, eigenständige, vollwertige Menschen, die nichts weiter brauchen, als ein warmes und liebevolles Zuhause, anständige Mahlzeiten und saubere Kleidung. Ein Bett, ein paar Kuscheltiere und Spielsachen, Freunde und die Natur.

Wir werden unsere Kinder nicht verändern. Und das ist gut so.

Punkt.

Werbung

Normalerweise ist Werbung hier im Blog ja nicht mein Ding, aber jetzt kann ich nicht anders.

Für alle, die nebenbei gern mal "was mit Grafik" machen, aber keine Lust haben, nen halben Tausender für Programme wie Freehand, Illustrator oder Corel Draw auszugeben, gibt's hier die völlig kostenlose Alternative:
INKSCAPE
Und vielleicht geht's ja noch jemandem wie mir: Man hat das wohl schon oft gehört, aber nie ausprobiert, weil "Ach, die kostenlosen Grafikprogramme sind eh Mist".
Stimmt? Stimmt nicht. Im Falle von Gimp würde ich sofort unterschreiben, dass das ans große Vorbild Photoshop bei weitem nicht heran reicht.
Inkscape dagegen ist durchaus vergleichbar mit gängigen Vektorgrafikprogrammen. Intuitiv und wirklich babyleicht (wie meine Tochter sagen würde) zu bedienen, wenn man vorher schon mal mit einem der anderen Programme gearbeitet hat.
Also ich find's gut. :-)

Werbung Ende.

Bücherdingens


Paul Auster, Joachim A. Frank
Stadt aus Glas. SZ-Bibliothek Band 6

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