Darf ich mich hier mal ausmeckern? Darf ich, ja?
Ich bin nämlich total stinkig wütend aufgebracht. Und das kam so: Das Kind macht ja normalerweise keinen Mittagsschlaf mehr. Das klappt momentan noch mehr schlecht als recht, aber es klappt und es muss ja klappen, weil's in der KiTa keinen Mittagsschlaf gibt und überhaupt.
Nun ist das Kind aber doch fiebrig und daher nicht in der KiTa und hat die letzte Nacht nicht hauptsächlich mit Schlafen zugebracht, sondern mehr so mit Tee trinken und Schwitzen und Erzählen und so Sachen. Dementsprechend ist das beste aller Kinder natürlich müde - und sollte Mittagsschlaf machen. Ich war da schon so ein klitzekleines bisschen skeptisch, ob das wohl klappen würde - sie ist es ja nicht mehr gewöhnt. Entgegen aller Befürchtungen schlief das Kind dann aber ratzfatz ein, ganz tief und fest. Und ich habe mich dann gleich auch mal hingelegt und den Rat aus Babyzeiten befolgt: Die Mutter sollte möglichst schlafen, wenn das Kind schläft. Wunderbar!
Bis, ja bis nach ca. 15 Minuten am Nachbarhaus die Baustelle zu lärmen begann. Sie müssen wissen, ich hassehassehasse diese Art von Lärm. Presslufthammer, Laubbläser, all so was - da stellen sich mir die Nackenhaare auf. Momentan hört sich das an wie der Rosenbohrer beim Zahnarzt (Sie wissen schon, der so rüttelt am Zahn) - nur 15 Millionen Mal lauter. Und das Haus vibriert so ein bisschen mit.
Ich geh dann mal Bauarbeiter lynchen erschlagen mit der Axt spalten einen Kaffee kochen.
fraumaus - 13. Okt, 13:41
Also das Schnuffelkind kommt manchmal auf merkwürdige Ideen. Zum Beispiel, wenn es mich des Nachts um 2 ganz aufgeregt ruft und fragt "Mama, wenn ich ein Baby bekomme, ja? Kannst du das dann füttern?" - "Warum denn das?" - "Na damit das dich vollspuckt und nicht mich!"
Öh?
Ja, mein liebes Kind, schon recht! ;-)
Außerdem haben wir heute mal wieder Krankenlager hier. Fieber, sonst aber noch nix. Wir harren der Dinge, die da kommen mögen.
Und bis dahin halte ich meine Lebensgeister mit Kaffee und schwarzem Tee wach. Das mit den Streichhölzern in den Augen funktioniert nämlich gar nicht. *schnarch*
fraumaus - 13. Okt, 09:35
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Ja, nee, is klar. Ohne Koffein, ohne Kalorien und jetzt NEU!: Sogar ganz ohne Cola!

... und trotzdem so sentimental zur Zeit. Immer noch so viel Unsicherheit und so wenig Klarheit. Und ich wüsste so gern, wohin all das führen wird. Und jetzt kommt mir nicht mit "Im Leben kommt sowieso alles anders, als man denkt" - das weiß ich selbst. ;-P
Manchmal würde ich mir ein bißchen mehr Zuspruch wünschen und mehr Mutmachen. Und andererseits ist es natürlich gut, dass dem gar nicht so ist - weil ich dann die Entscheidung unbeeinflusst treffen kann. Aber ob das, bei mir, immer so gut ist?
Man wird es wohl eher nie erfahren. Oder so.
Gute Nacht. ;o)
Btw. hat der Typ immer gesagt, man müsse mich schon zu meinem Glück zwingen, sonst würde das nie was. Könnte er Recht haben...
Da sitzt man dann abends im aufgeräumten Zuhause, weil mit Freund auch immer wieder das geordnete Chaos diese Gemäuer verlässt (Fernbeziehung mit getrennten Wohnungen eben) und merkt, dass dann doch einiges fehlt. Dann ist die Wohnung nach so langer Zeit wieder so leer und erscheint eigentlich viel zu groß für nur zwei Personen und die tagsüber zwischen Wäschebergen und beschäftigungsintensivem Kind und Zukunftssorgen so heiß ersehnte abendliche Entspannungsstunde mit Buch oder Film erscheint dann plötzlich gar nicht mehr so verführerisch. Weil dann alles irgendwie leer ist, wenn das Kind im Bett ist. Und weil keiner da ist, mit dem man reden kann, persönlich. Schon Scheiße, irgendwie.
Und dann ertappt man sich beim Gedanken, dass Zusammenwohnen ja doch irgendwie schon so ziemlich cool wäre... auch, wenn man Angst hat, dass mit dem Alltag auch die Langeweile einzieht. Innerlich macht man irgendwie aber doch schon Pläne, wie es wäre, gemeinsam die neue Wohnung zu gestalten. Und überlegt, wie wohl der Flur des neuen Domizils aussehen könnte, noch bevor man weiß, wo man nun überhaupt wohnen wollen wird. Komisch, das.
Momentan ist hier so viel unsicher und ungewiss, besonders was meine berufliche Zukunft angeht. Da ist ein sehr aussichtsreicher Job, bei dem ich mich aber ein ganz winziges bißchen vor einer Zusage fürchte, weil ebendieser Job planungsmäßig für mich nur mit enormem Aufwand bewältigt werden kann. Der mich andererseits aber ein ganzes Stück weit in die Richtung bringen könnte, in die ich gehen will. Weil er, zumindest vom Aufgabengebiet her, in die Kategorie Traumjob fällt. (wie sich das Arbeitsklima dann gestaltet, weiß man ja sowieso erst hinterher, aber es ist zumindest vielversprechend) Weil dieser Job mir sogar eine wundertolle Weiterbildung bieten würde. Weil ich dafür all den Aufwand (sehr lange Fahrzeiten, hoher organisatorischer Aufwand bei der Kinderbetreuung etc.) aber gern in Kauf nehmen will. Auch, wenn ich Angst habe, das am Ende nicht wirklich zu schaffen. (Was, wenn das Kind krank ist? Wo noch Überstunden unterbringen? Wer holt das Kind aus der KiTa, wenn ich mich verspäte? Etc...)
Momentan ist wirklich alles unsicher und ungewiss. Und ich am allermeisten.
Aber wir schaffen das schon. Wir haben bisher doch auch alles geschafft! :-)
Wo wart ihr denn gestern?
Wie konnte das passieren?
Und was passiert als Nächstes?
Überwachungsstaat?
Bildungsdesaster?
Steuererhöhungen?
Und überhaupt?
Für mich ist dieses Ergebnis in keinster Weise nachvollziehbar. Und ich freue mich auch nicht. Kein bisschen.
Nichtwählern gehört jetzt für die nächsten vier Jahre der Mund zugeklebt. Keine Beschwerden, bitte. Man hätte es vielleicht verhindern können - wäre man wählen gegangen.
(Wobei ihr natürlich wählen wart - und euer Kreuz an der richtigen Stelle gemacht habt, gell? ;o) Aber das hat leider nicht gereicht.)
Ich kotze dann mal so ein bißchen. Im übertragenen Sinn.
In Echt husten wir nämlich. Und das Kind hat heute zum ersten Mal KiTa-frei, weil krank.
Möp.
fraumaus - 28. Sep, 09:53
...TSCHIII!
Ich liebe Kindergärten, wussten Sie das schon? Vor allem, weil sich dort nicht nur mein Kind so wohl fühlt, sondern auch sämtliches Viren- und Bakteriengetier.
Gerade mal vier Tage KiTa und schon krank. Super.
Besonders schön macht sich das ja immer, wenn man alleinerziehend ist, arbeiten möchte und keine anderen Betreuungspersonen hat, weil entweder nicht in der Lage oder selbst berufstätig. Feinfein.
Ich harre der Dinge, die da so kommen mögen. Und derweil lausche ich andächtig dem Niesen, Schniefen und Husten aus dem Kinderzimmer.
Weia.
fraumaus - 19. Sep, 21:12
- Samstage sind merkwürdige Tage, wenn man außer sehr vielen Arbeitsdingen nichts weiter geplant hat und das Kind mehr oder weniger nur zum Essen und Schlafen daheim ist.
- Kind geht übrigens noch immer äußerst gern in den Kindergarten. Und ich harre der Tränen, die da noch kommen mögen. Oder auch, hoffentlich!, nicht.
- Denken hilft auch nicht immer weiter.
- Nicht-Denken auch nicht.
- Müsste mal wieder lesen - hab ich schon so lange nicht mehr. Hab' aber auch keinen wirklichen Nerv für gar nix in dieser Richtung momentan.
- Immer, wenn ich mal einen ganzen Tag drinnen verbringen muss, ist draußen schönes Wetter. Wenn ich diesen Murphy mal in die Finger kriege, isch schwöre, Alter...! Ey.
So viel dann dazu. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Dochdoch, es kommen auch wieder sinnvollere Beiträge. Kommt Zeit, kommt Sinn - so was sagte bestimmt schon der alte Pumuckl. Oder so.)
fraumaus - 19. Sep, 12:15
Ach, ich bin so stolz auf mein kleines, großes Mädchen.
Wie sie mit leuchtenden Augen die Treppen zum Kindergarten hinauf hüpft, wie sie sich umzieht, mir einen Kuss gibt, kurz zögert und sich dann einen Ruck gibt und über die Schwelle tritt - ins Pinguin-Zimmer. Wie sie die Erzieherinnen anstrahlt, ein bißchen schüchtern, aber dennoch so mutig, so voller Selbstvertrauen. Wie sie noch kurz zurück schaut und sich dann gleich dort einfindet, als hätte sie nie etwas anderes getan, und ich beim Gehen fast sentimentaler bin als sie.
Die strahlenden Augen, wenn ich sie abholen komme - wie sie in meine Arme springt und mich ganz fest hält.
Meine kleine, so große Maus...
Hach! *Tränchen wegwisch*
fraumaus - 16. Sep, 10:23
... seit zwei Stunden schon. Im Kindergarten. Ganz alleine. Die Abschiedszeremonie hat gefühlt 10 Sekunden gedauert, in echt auch kaum länger. Es gab keine Tränen, nur später bei mir ein paar klitzekleine - aber das hat ja keiner gesehen. ;o)
fraumaus - 15. Sep, 10:24