... Kulturgut: Das Butterbrot.
Es gibt ja nun hunderte Brotsorten hier - aber was noch viel auffälliger ist: Millionen Arten, ebendieses Brot zu verzehren.
Ich persönlich könnte ja töten für ein Brot mit Feigensenf und Cheddar. Außerdem mag ich gern Brot mit Kräuterfrischkäse, Tomatenscheiben und etwas Salz.
(Wichtig aber: Gutes Brot. Gar nix anfangen kann ich mit diesem Pappe-ähnlichen Graubrot - das klingt schon so unappetitlich *iih*)
Und ihr so - was ist eure Lieblingsvariante?
(Das Schnuffelkind mag Brot übrigens am liebsten so: GAR nicht! *g* Das wird nur im Kindergarten gegessen - da in der einfachsten Variante: mit Käse. Und wehe, wenn was anderes drauf ist!)
fraumaus - 21. Okt, 11:33
Normalerweise reagiert das Schnuffelkind eher nur verhalten begeistert auf "Erwachsenen-Musik".
"Mamaaa, mach' das aus! Ich will Kinder-Musik!!"
Nicht so heute: Das Schnuffelkind kommt nach dem Mittagsschlaf ins Wohnzimmer, da läuft gerade Muse - Supermassive Black Hole.
Ich so: "Ja, ich mach' das gleich aus, Mäuschen!"
Sie so (verständnisloser Blick): "Neee, nicht ausmachen, das gefällt mir!"
Öhm? Ja, also... ok?!
Möglicherweise hab' ich lediglich des Schnuffelkindes Musikgeschmack völlig falsch eingeschätzt. ;-P
(es hätte mir zu denken geben sollen, dass sie als Baby am besten bei (Hard)Rock-Sachen eingeschlafen ist *g*)
fraumaus - 19. Okt, 14:57
Wenn es morgens aus dem Kinderzimmer ächzt und krächzt "Maamaaa, ist schon Aufstehzeit?", dann fällt man vor lauter Schreck schon mal halb aus dem Bett.
Darth Vader? Hier?? Aber was isst denn so ein Sith zum Frühstück???
Ob der sich mit Käsebrot und Weintrauben zufrieden gibt?
Einige Sekunden später klärte sich die Situation dann doch auf: Es war gar nicht Darth Vader, sondern nur das arme, sehr verschleimte Schnuffelkind.
Das aber die Nacht doch fast durchgeschlafen hat - mit sehr vielen Hustenattacken, doch heute scheint sie so müde gewesen zu sein, dass sie sich davon nicht stören ließ. :-)
fraumaus - 19. Okt, 10:42
Es gibt Tage, manchmal auch Wochen (so wie dieses Mal), da scheint nach außen hin alles einigermaßen in Ordnung zu sein. Das sind die Tage, an denen unbewusst Hoffnung keimt, ungewollt. Darauf, dass es vielleicht doch besser wird... irgendwann... ein wenig stabiler möglicherweise.
Auch wenn der Kopf natürlich längst weiß, das wird nicht mehr, nicht in diesem Leben - aber Hoffnung ist ein zähes Biest.
Allerdings kann sich die Lage innerhalb von zwei Stunden rasant von relativ entspannt zu lebensbedrohend entwickeln und alles, was man vorher dachte, glaubte, gerät ins Wanken und fällt zusammen wie ein Bauklötzchenturm.
Wenn man sich plötzlich wieder mit der Frage quälen muss, ob man jetzt anhand der geschluckten Tablettenmenge einen Notarzt ruft oder den Magen anderweitig leer räumt, weiß man: Alles Lüge. Das wird nicht mehr besser. Nie wieder.
Abfinden wird man sich damit aber, entgegen aller anders lautenden Aussagen (natürlich), niemals. :-( Und manchmal weiß ich nicht einmal, was ich ihr noch wünschen soll. Dass es besser wird? Oder, dass es ihr wirklich einmal gelingt?
Ach. ;-((((((
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Zudem hustet und hustet und hustet das Kindchen und kann überhaupt nicht gut schlafen. Letzte Nacht nicht, heute Mittag nicht, gerade eben tut sie sich auch sehr schwer. Wir gehen dann morgen mal zum Bereitschaftsarzt - Lunge abhören.
Dass so etwas immer zum Wochenende kommt, ist ja ungeschriebenes Gesetz. (Elterngesetzbuch §12b)
fraumaus - 17. Okt, 20:24
Früher, da mochte ich den Herbst. Wirklich! Man konnte so wunderbar mit einer Tasse Tee mit Milch auf dem Sofa sitzen und lesen. Ohne schlechtes Gewissen, denn bei dem Regen jagt man ja keinen Hund vor die Tür. Man konnte ungestraft den ganzen Tag vorm TV und PC gammeln und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Aber früher hatte ich auch noch kein Kind.
Schmuddeliger Herbst mit Kindergartenkind bedeutet bekanntermaßen meist nur eines: Erkältungszeit.
Das Schnuffelkind ging gerade mal vier Tage in den Kindergarten, da wurde es krank. Und seitdem schleppen wir diese Erkältungen mit uns rum. Immer schön abwechselnd: Kind, ich, Kind, ich, Opa, Kind, Freund, Kind, ich, Oma... oder so.
Seit einer Woche konnte die Minimaus schon nicht in die KiTa und ich befürchte, auch in der nächsten Woche wird das frühestens am Mittwoch was werden.
Ich will jetzt eigentlich nicht jammern (höchstens so ein minifuzzikleines bisschen) - und ich bin mir auch bewusst: Die richtig blöden Sachen (Magen-Darm, Kinderkrankheiten, Scharlach...) kommen erst noch. Aber der Herbst steckt ja auch noch in den Kinderschuhen.
Na, ja - kurz, knapp und prägnant: Es nervt einfach ein wenig. Und mal wieder durch- und ausschlafen wäre auch nicht schlecht. So für's Immunsystem. Derzeit gehe ich ein bisschen auf dem Zahnfleisch.
Will einer vorbei kommen und uns einen Tee kochen?
Nicht?
Pöh, mach' ich's eben selbst.
Adios. ;-)
(nur noch fünfeinhalb Monate bis zum Frühling! *g*)
fraumaus - 17. Okt, 10:14
In die Schule (hier so: Kleinstadtgymnasium – little horror show) bin ich nie besonders gerne gegangen und die Gründe dafür waren gar nicht mal ausschließlich im Unterricht zu suchen. Ich hatte in der Schule zwar ein paar Freunde und kam auch mit jedem gut klar – doch ich fühlte mich nirgendwo zugehörig. Die wirklich guten Freunde hatte ich (abgesehen von einer besten Freundin) immer außerhalb meiner Schule. An anderen Schulen, in anderen Stadtteilen, später auch in anderen Städten.
Die beste Freundin und ich waren in den Pausen meist die, die mit den Jungs und noch ein oder zwei anderen Mädels in der Raucherecke standen und in der Schule so insgesamt öfter mal nicht anwesend waren. Außerdem waren wir, hier im Kaff, Exoten. Wir hörten Techno und durften mit 16 nach Berlin zur Loveparade (und wurden anschließend von der halben Schule um die T-Shirts beneidet – die mussten wir natürlich gemeinschaftlich vorführen – ganz klar!). Wir waren die, die schon vor 10 Jahren regelmäßig online waren, als alle anderen in der Klasse das Internet noch skeptisch von der Seite beäugten. Wir haben geraucht und Beatabende (die obligatorische Dorfdisco – für alle Nicht-Unterfranken) für doof befunden. Freiwillig Goethe und Schiller gelesen und hier und da mal Drogen konsumiert. Ich hatte mit 15 Jahren bereits eine zweijährige Beziehung hinter mir, mit allem, was so dazu gehört. Und auch danach immer feste Freunde – und das auch noch für längere Zeit als die üblichen drei Monate. Wir wurden ab der 9. Klasse nach Schulschluss von Freunden mit dem Motorrad oder Auto abgeholt, interessierten uns aber gar nicht dafür, wer jetzt in der Klasse mit wem liiert war, wer frisch getrennt oder akut verknallt. Wir beteiligten uns nicht an Schwärmereien für Mitschüler, Lehrer oder Fußballspieler und auch nicht am aktuellen Tagestratsch. Daraufhin waren wir zwar weiterhin akzeptiert, wurden allerdings als arrogant betitelt. Am Anfang wehrte man sich noch ein bisschen indem man sagte „Ich bin nicht arrogant, es _interessiert_ mich nur nicht!“, gab das jedoch relativ schnell auf und kultivierte die Arroganz. Abneigungen brachte uns das nicht ein – besonders viel Liebe allerdings auch nicht.
Schlussendlich brachte das Internet den Durchbruch. Wo wir uns vorher unverstanden und gelangweilt fühlten, fanden wir im Netz schnell Gleichgesinnte.
Ich habe schon vieleviele Menschen übers Internet kennen gelernt und es sind einige wirkliche Freundschaften daraus entstanden. Die besten – die, die nach Jahren immer noch halten.
Und besonders schön: Jetzt können wir zusammen arrogant sein. Und ich muss nicht mehr so tun, als wäre ich es nicht. ;-)
Danke, liebes Internet! Ohne dich wäre ich jetzt wahrscheinlich mit einem Dorftrampel verheiratet, ginge donnerstags zur Maniküre und beteiligte mich jeden Morgen im Kindergarten am neuesten Klatsch und Tratsch.
Gruselig.
fraumaus - 14. Okt, 21:52
Darf ich mich hier mal ausmeckern? Darf ich, ja?
Ich bin nämlich total stinkig wütend aufgebracht. Und das kam so: Das Kind macht ja normalerweise keinen Mittagsschlaf mehr. Das klappt momentan noch mehr schlecht als recht, aber es klappt und es muss ja klappen, weil's in der KiTa keinen Mittagsschlaf gibt und überhaupt.
Nun ist das Kind aber doch fiebrig und daher nicht in der KiTa und hat die letzte Nacht nicht hauptsächlich mit Schlafen zugebracht, sondern mehr so mit Tee trinken und Schwitzen und Erzählen und so Sachen. Dementsprechend ist das beste aller Kinder natürlich müde - und sollte Mittagsschlaf machen. Ich war da schon so ein klitzekleines bisschen skeptisch, ob das wohl klappen würde - sie ist es ja nicht mehr gewöhnt. Entgegen aller Befürchtungen schlief das Kind dann aber ratzfatz ein, ganz tief und fest. Und ich habe mich dann gleich auch mal hingelegt und den Rat aus Babyzeiten befolgt: Die Mutter sollte möglichst schlafen, wenn das Kind schläft. Wunderbar!
Bis, ja bis nach ca. 15 Minuten am Nachbarhaus die Baustelle zu lärmen begann. Sie müssen wissen, ich hassehassehasse diese Art von Lärm. Presslufthammer, Laubbläser, all so was - da stellen sich mir die Nackenhaare auf. Momentan hört sich das an wie der Rosenbohrer beim Zahnarzt (Sie wissen schon, der so rüttelt am Zahn) - nur 15 Millionen Mal lauter. Und das Haus vibriert so ein bisschen mit.
Ich geh dann mal Bauarbeiter lynchen erschlagen mit der Axt spalten einen Kaffee kochen.
fraumaus - 13. Okt, 13:41
Also das Schnuffelkind kommt manchmal auf merkwürdige Ideen. Zum Beispiel, wenn es mich des Nachts um 2 ganz aufgeregt ruft und fragt "Mama, wenn ich ein Baby bekomme, ja? Kannst du das dann füttern?" - "Warum denn das?" - "Na damit das dich vollspuckt und nicht mich!"
Öh?
Ja, mein liebes Kind, schon recht! ;-)
Außerdem haben wir heute mal wieder Krankenlager hier. Fieber, sonst aber noch nix. Wir harren der Dinge, die da kommen mögen.
Und bis dahin halte ich meine Lebensgeister mit Kaffee und schwarzem Tee wach. Das mit den Streichhölzern in den Augen funktioniert nämlich gar nicht. *schnarch*
fraumaus - 13. Okt, 09:35
Jetzt neu: Cola Light koffeinfrei - Werbeslogan: Ohne Koffein, ohne Kalorien.
Ja, nee, is klar. Ohne Koffein, ohne Kalorien und jetzt NEU!: Sogar ganz ohne Cola!

... und trotzdem so sentimental zur Zeit. Immer noch so viel Unsicherheit und so wenig Klarheit. Und ich wüsste so gern, wohin all das führen wird. Und jetzt kommt mir nicht mit "Im Leben kommt sowieso alles anders, als man denkt" - das weiß ich selbst. ;-P
Manchmal würde ich mir ein bißchen mehr Zuspruch wünschen und mehr Mutmachen. Und andererseits ist es natürlich gut, dass dem gar nicht so ist - weil ich dann die Entscheidung unbeeinflusst treffen kann. Aber ob das, bei mir, immer so gut ist?
Man wird es wohl eher nie erfahren. Oder so.
Gute Nacht. ;o)
Btw. hat der Typ immer gesagt, man müsse mich schon zu meinem Glück zwingen, sonst würde das nie was. Könnte er Recht haben...
Da sitzt man dann abends im aufgeräumten Zuhause, weil mit Freund auch immer wieder das geordnete Chaos diese Gemäuer verlässt (Fernbeziehung mit getrennten Wohnungen eben) und merkt, dass dann doch einiges fehlt. Dann ist die Wohnung nach so langer Zeit wieder so leer und erscheint eigentlich viel zu groß für nur zwei Personen und die tagsüber zwischen Wäschebergen und beschäftigungsintensivem Kind und Zukunftssorgen so heiß ersehnte abendliche Entspannungsstunde mit Buch oder Film erscheint dann plötzlich gar nicht mehr so verführerisch. Weil dann alles irgendwie leer ist, wenn das Kind im Bett ist. Und weil keiner da ist, mit dem man reden kann, persönlich. Schon Scheiße, irgendwie.
Und dann ertappt man sich beim Gedanken, dass Zusammenwohnen ja doch irgendwie schon so ziemlich cool wäre... auch, wenn man Angst hat, dass mit dem Alltag auch die Langeweile einzieht. Innerlich macht man irgendwie aber doch schon Pläne, wie es wäre, gemeinsam die neue Wohnung zu gestalten. Und überlegt, wie wohl der Flur des neuen Domizils aussehen könnte, noch bevor man weiß, wo man nun überhaupt wohnen wollen wird. Komisch, das.
Momentan ist hier so viel unsicher und ungewiss, besonders was meine berufliche Zukunft angeht. Da ist ein sehr aussichtsreicher Job, bei dem ich mich aber ein ganz winziges bißchen vor einer Zusage fürchte, weil ebendieser Job planungsmäßig für mich nur mit enormem Aufwand bewältigt werden kann. Der mich andererseits aber ein ganzes Stück weit in die Richtung bringen könnte, in die ich gehen will. Weil er, zumindest vom Aufgabengebiet her, in die Kategorie Traumjob fällt. (wie sich das Arbeitsklima dann gestaltet, weiß man ja sowieso erst hinterher, aber es ist zumindest vielversprechend) Weil dieser Job mir sogar eine wundertolle Weiterbildung bieten würde. Weil ich dafür all den Aufwand (sehr lange Fahrzeiten, hoher organisatorischer Aufwand bei der Kinderbetreuung etc.) aber gern in Kauf nehmen will. Auch, wenn ich Angst habe, das am Ende nicht wirklich zu schaffen. (Was, wenn das Kind krank ist? Wo noch Überstunden unterbringen? Wer holt das Kind aus der KiTa, wenn ich mich verspäte? Etc...)
Momentan ist wirklich alles unsicher und ungewiss. Und ich am allermeisten.
Aber wir schaffen das schon. Wir haben bisher doch auch alles geschafft! :-)