Donnerstag, 16. Juli 2009

Moderner Feminismus - Ein klitzekleines Manifest

Ich lese weder EMMA, noch trage ich lila Latzhosen. Aber ich bin diesen und anderen Frauen dankbar. Für ihr Engagement, ohne das wir jetzt nicht wären, wo wir sind.

Ich weiß, dass Frauen auch hier noch längst nicht in allen Bereichen gleichberechtigt sind. Auch, dass weiterhin viele Männer enorme Probleme mit selbstbewussten, intelligenten Frauen haben und vermutlich immer haben werden.

Aber bei allem Gejammer für und wider den Feminismus gibt es doch Dinge, über die ich unheimlich froh bin.

Und im ganz, ganz Kleinen sieht das für mich so aus (auf Bildung, Wahlrecht, Beruf, Vereinbarkeit von Kind und Karriere, etc. pp. möchte ich hier gar nicht näher eingehen – um all das zu diskutieren, müsste ich ein extra Blog eröffnen):

Ich kann entscheiden, wann ich mit wem zusammen bin. Ich kann meinem Partner morgens den Kaffee ans Bett bringen, weil ich es gerne mache und nicht, weil es von mir erwartet wird. Aus dem gleichen Grund kann ich für ihn kochen oder seine Wäsche waschen. Ich kann mich in zwischenmenschlichen, körperlichen Aktivitäten dominieren lassen, weil ich es will. Nicht, weil ich muss. Ich kann danach aber genauso gut mit dem gleichen Partner gleichwertig über Politik diskutieren.
Ich kann heute Hosen tragen und morgen Blümchenkleider...

Ich kann all das gerne tun, weil ich nichts davon tun _muss_. Dank der lila Latzhosen und der EMMA und deren Trägerinnen bzw. Herausgeberinnen sowie Leserinnen.

Jawohl.
Ich wünschte, alle könnten so leben.

Aber wenn ich mich so umschaue – komme ich ins Zweifeln. Manche lehnen diese Gedanken ab, weil unweiblich. Reden lieber den ganzen Tag über Schminke, Nagellack und die neuesten Kochrezepte. (nix gegen Schminke, Nagellack und Kochrezepte – aber als tagfüllender Gesprächsstoff?)
Und viele andere Frauen dürfen nicht so leben, weil irgendwelche vollidiotigen Vollidioten zu luschig sind, um eine gleichberechtigte Frau neben sich ertragen zu können.

ARGHHHHMPF!
m...t (Gast) - 17. Jul, 06:19

war das nicht erst um 1950 erst,
das der bräutigam zuerst die
vormundschaft der braut zu übernehmen hatte,
bevor die ehe geschlossen werden konnte....?
und wir sind hier in zentraleuropa.....
woanders ticken die uhren noch ganz anders....

fraumaus (Gast) - 17. Jul, 07:24

Ja. Wurde nicht auch "Vergewaltigung in der Ehe" erst 1997 zum Straftatbestand?
m...t (Gast) - 17. Jul, 07:33

tätliche übergriffe der gattin
auf den gatten können erst seit
ganz kurzem mit einem vorübergehenden
hausverbot belegt werden.
der kerl muß dann ins männerhaus.
die frau ggf. ins frauenhaus.
gibts bei dir in der nähe,
auf dem lande überhaupt ein frauenhaus...?
hier sind einige geschlossen worden,
wegen des geldes wegen....

nantik (Gast) - 17. Jul, 09:23

Erstaunlich! Mit genau diesem Thema habe ich mich diese Woche auch auseinandergesetzt!
Auch ich bin Frauen wie Alice Schwarzer unheimlich dankbar. Ich liebe meine Selbstbestimmung und würde sie für nichts in der Welt aufgeben wollen. Und ich bekenne, dass ich ab und zu die Emma lese, denn die Themen sind außergewöhnlich gut recherchiert - wenn manchmal auch etwas zu unbequem geschrieben. Und ja, auch ich habe mal einen Artikel für die Emma verfasst (über eine lesbische Künstlerin aus Hamburg, die hauptsächlich Fußballbilder malt).
Doch back to Topic: Die allgemeine Gesellschaft lebt immer in Wellenbewegungen. Da sind Rückschritte vorprogrammiert. Also wieder mehr hin zum abhängigen, treudoofen Weibchen. ABER: Vielleicht sollte man da innerhalb der Bildungsschichten differenzieren. Meine These ist, dass, je intelligenter und gebildeter die Frau, desto unabhängiger ist sie. Und es kommt ja auch darauf an, was einem von zu Hause aus so vorgelebt wird. Und vor allem, ob man sich seine Eltern als Vorbild nimmt, oder sie scheiße findet und das Gegenteil macht.... Ach menno, vertracktes Thema. Lass uns ein Mainfest schreiben!

fraumaus (Gast) - 17. Jul, 10:44

Eine Bildungsoffensive starten?
Und ein Manifest?
Jaaaa! =)

(Im Übrigen habe ich gestern zum ersten Mal die Emma gelesen - online - und war direkt positiv überrascht. Einige Ansichten sind mir zu extrem, gehen mir zu weit - aber ich habe viele neue Informationen daraus gezogen, fand die Artikel unheimlich informativ und werde mich sicherlich weiter damit beschäftigen. :-) )
m...t (Gast) - 17. Jul, 10:07

aber, aber, aber ...
mein gewahrsein im zusammensein
mit frauen
lehrt aber zudem
auch noch etwas,
da sich hier einmal äussern möchte:

je `einfacher`
und `unverkopfter`
die jeweilige begleitung
im umgang mit mir erscheint,
desto herzlicher und angenehmer
fühlt sich das für mich an.

zuweilen:
je gebildeter und akademischer,
je abstrakter im alltäglichen
oder verkopfter im beruf,
je weinger diese aspekte im wesen der person
`abgeschaltet` werden können,
desto mehr fühle ich auf mich zurückgeworfen.
es fühlt sich dann unverbunden und akademisch an.
so unherzlich und distanziert.
jetzt rate doch einmal
mit wem ich lieber
gemeinsame zeit verbringen möchte ... ?

die persönlchen befähigungen
müßten auch ausblendbar sein können.
männer wie frauen
die stets und ständig
so unabhängig und emanzipiert erscheinen
erscheinen für mein gewahrsein
oftmals als isoliert, herzlos und distanziert.

yes.

alex_blue - 17. Jul, 10:26

Damit kannst Du aber nur "Kampfemanzen" meinen, die alles und jedes ausdiskutieren müssen, um es immer wieder bestätigt zu bekommen.

Ich halte mich auch für emanzipiert und abolsut gleichberechtigt in meiner Partnerschaft, außerdem bin ich (und mein Freund ebenfalls) Akademikerin, aber das wird doch nicht ständig thematisiert ? Wir leben unser Zusammenleben "einfach so". Ich finde das weder unherzlich noch distanziert. Es ist einfach und natürlich so.
Mein Freund sagt, er könne sich keine Frau vorstellen, die nicht eigenständig/selbstbewußt/gleichberechtigt ist.

Für gewisse Männer ist es sicherlich viel schöner, ein "Herzchen", welches bewundernd aufblickt, an der Seite zu haben. Eine vollwertige Partnerschaft kann das aber IMHO nicht sein. Aber selbstbewußte Frauen würden auch kaum mit dieser Sorte Mann eine Verbindung eingehen...
fraumaus (Gast) - 17. Jul, 10:40

Dito.
Das ist für mich genau der springende Punkt: Ich kann als emanzipierte, gleichberechtigte Frau doch _auch_ zu meinem Partner aufschauen. Weil ich es _gerne_ tue und er mir so viel wert ist. Ich kann stolz auf ihn sein, ich kann ihm Entscheidungen überlassen, ich kann mich bei ihm anlehenen und genauso schwach sein, wie ich mich in dem Moment fühle. Aber ich kann das freiwillig! Mit den sogenannten Kampfemanzen kann ich auch nicht viel anfangen, bin ihnen aber dennoch dankbar. Weil ich ohne sie heute nicht so agieren könnte, wie ich jetzt kann.
Moderner Feminismus ist für mich genau das: Freiwilligkeit. Ich _kann_ alles, ich _muss_ nichts.
Emanzipiert sein hat ja nichts mit Totdiskutieren und fehlender Emotionalität zu tun...

@Alex: 100% Zustimmung.
alex_blue - 17. Jul, 11:36

@FrauMaus

:-)

Und ich stimme Deinem Artikel auch sehr zu. Wir profitieren sehr von den Kämpferinnen. Auch wenn der "Kampf" natürlich noch lange nicht zu Ende ist.

BTW ich muß auch über andere Frauen immer wieder den Kopf schütteln, die sich selbst so unemanzipiert verhalten, und ich frage mich dann: wieso ? Vielleicht liegt es auch mit am Interesse, am Horizont. Was ich schon für Literatur zu dem Thema gelesen habe... da werden einem viele Themen einfach erst richtig bewußt.

Beispielsweise hab ich mir schon einige "Freunde" gemacht, weil ich drauf bestehe, in der weiblichen Form angeredet zu werden, und ich würde nie von mir als "Ingenieur" sprechen, denn ich bin nunmal "Ingenieurin". Das mag jetzt kleinlich klingen, aber Studien haben gezeigt, daß die Sprache die Widerspiegelung der Wahrnehmung ist. Und wenn wir Frauen es zulassen, in der Sprache nicht vorzukommen, verblassen wir eben auch in Wahrnehmung. Was hab ich schon mit Männern diskutiert, daß mit der männlichen Form ja auch die Frau gemeint sei. Sowas kann man auch nur behaupten, wenn man selber das (sprachlich) dominierende Geschlecht ist. Sorry, aber ich fühle mich bei zB. "Mannstunden" nicht mit einbezogen, wenn es genausogut auch "Personenstunden" heißen kann.

Ok, Du merkst, für mich ein heißes Thema.... ;-)
m...t (Gast) - 17. Jul, 11:05

sehr geehrte damen,

jetzt möhte ich aber sehr gerne einmal mitgeteilt bekommen,
wie denn solcherlei begrifflichkeiten wie:

mania, eros, ludus, storge und agape

in die welten der unabhängigkeiten und emanzipatorinnen
hinein passen ...?
es muß doch auch noch etwas `altmodisches`
zwischen den verpaartnerten geben können !

nantik (Gast) - 17. Jul, 11:19

Gegenfrage, meerluft: Was verstehst du denn unter altmodisch? Vor allem, wenn es um Partnerschaft geht? Ich bin jetzt 30 und gehöre dementsprechend zu den Nutznießern von Schwarzer und Co. Für mich ist es normal, in einem Männerberuf zu arbeiten. Für mich ist es normal, dass die Leistung und nicht das Geschlecht zählt. Ebenso normal ist es für mich, dass das für meinen Partner normal ist. Immerhin will ich ja einen wirklich Partner - kein Vorbild, keinen Ersatzpapa, keinen Unterdrücker. Und falls ich mich jemals doch für ein Kind entscheiden sollte, dann greift dort das gleiche Prinzip. Immer schön gemeinschaftlich an der Aufzucht beteiligt sein - ob nun als Paar oder nicht. Ich werde niemals im Leben Hausfrau sein. Ich werde mich auch niemals nur auf die Mutterrolle oder aber meinen Job reduzieren lassen.
Ja, ich bin eine taffe Frau. Das macht mich aber noch lange nicht zur Kampfemanze. Und ich denke auch nicht, dass ich zu verkopft bin und deswegen zu distanziert wirke. Im Alltag ist das Gegenteil der Fall. Und sollte ich mich etwa dafür schämen müssen, dass ich mich in Diskussionen eben so gut wie ein Mann artikulieren kann?
Und dieser Beitrag dann ohne verkopft-wirkend hintergründige lateinische Vokabeln. (Sorry, der Seitenhieb musste einfach sein. Dieses Eigentor war einfach zu schön! *g*)
alex_blue - 17. Jul, 11:41

Letztenendes ist es eine Machtfrage.

Die Emanzipation der Frau nahm den Männern ettliche Rechte, hob sie von ihrem Sockel, verlangte Mitarbeit in "Frauenbereichen" (Hausarbeit) und kostete somit die Männer ihre absolute Macht.

Von daher ein klein wenig verständlich, daß viele Männer damit ein Problem haben.....

Zu Deinem Punkt "Für mich ist es normal, dass die Leistung und nicht das Geschlecht zählt." - dem ist leider, nach aktuellen Studien, noch immer nicht wirklich so...
nantik (Gast) - 17. Jul, 11:49

@Alex: das mag ja generell so sein. In meinem Arbeitsbereich bzw. in meinem Alltag kann ich das so allerdings nicht bestätigen. Ich habe hier ebenso viel Verantwortung wie meine männlichen Kollegen - und werde zudem auch noch besser bezahlt als sie. Geschlechterspeziefische Unterschiede spielen bei uns kaum eine Rolle. Ein wahrer Glücksgriff für mich, wenn man es alleine von dieser Warte aus betrachtet.

alex_blue - 17. Jul, 12:27

Ja, da hast Du ein gutes Arbeitsumfeld !
Ich selbst kann es für mich überhaupt nicht einschätzen, denn übers Gehalt wird nicht gesprochen...

Die Unterschiede werden oftmals ja gar nicht bewußt und direkt gemacht, sondern die Leistungen der Frauen werden nicht gleichwertig eingestuft zu denen der Männer.

Hier ist sicherlich auch eine Ursache, daß Männer einfach viel mehr hausieren gehen mit ihren Leistungen, und per se alles machen und können (meinen sie...). Sich realistisch oder (leider viel zu oft, gehöre selbst auch dazu) unterschätzende Frauen bleiben da wieder in der Wahrnehmung zurück. Somit erfolgt rein formal eine gerechte leistungsbezogene Bezahlung, mit dem Manko, daß die Leistung der Frauen geringer wahrgenommen und wertgeschätzt wird.

Icvh mußte auch erst lernen, das Klappern zum Geschäft gehört, wie man so schön sagt. Und selbst wenn man Schwätzer noch so ätzend findet, was davon hängen bleibt halt immer (an vorgesetzter Stelle) ....
m...t (Gast) - 17. Jul, 11:56

nantik@
dein seitenhieb:
mit der umschreibung von sehr komplexen zusammenhängen durch wenige worte lateinischen ursprungs versuchte ich doch nur einen umfangreichen text hier zu umgehen.
als ob in einer echten liebe,
in der heutigen zeit
wirklich so randerscheinungen wie
wer hat `die` macht, `das` sagen,
`die` kompetenz noch was zählen würden.
meinerseits erlebe ich gleichwertigkeiten
in der beziehung als selbstverständlichkeiten.
immerhin wurde ja auch ich
mit den genannten aspekten gross
inmitten all dieser frauen
die sich mehr oder weniger
danach ausrichteten und ausrichten.
seitenhieb...tststs...
hast wir doch gar nicht nötig - oder?

nantik (Gast) - 17. Jul, 12:07

@m..t: Na ja, wenn du zuerst darauf herum reitest, wie "verkopft" und so Frauen sein können, und wie distanziert sich das anfühlt, diesen "Fehler" dann aber selbst begehst, dann schon. Manchmal bin ich ein kleinkarierter Mensch in solchen Dingen. Ist aber alles herzlich gemeint. Also bitte nicht übel nehmen.
fraumaus (Gast) - 17. Jul, 12:21

Aber genau das gehört für mich auch zur Emanzipation. Dass ich Kinder bekommen darf, nicht muss. Und wenn ich entschließe, irgendwann lieber nur Hausfrau sein wollen (auch, wenn ich mir das nicht vorstellen kann), dann bin ich eben nur Hausfrau. Aber aus freiem Willen. Und auch das heißt dann noch nicht, dass man unwillkürlich zum Heimchen am Herd mutieren muss...

(Chancengleichheit etc. zu diskutieren würde sicherlich wirklich den Rahmen sprengen)

@m...t: Ja, für dich mag das selbstverständlich sein. Eine Beziehung auf gleicher Ebene. Aber für erschreckend viele ist es das nicht. Und da rede ich nicht einmal über die bildungsfernen Schichten. Auch Akademiker haben oft Probleme damit, suchen sich das von Alex zitierte Herzchen - die Heilige für daheim. Die Hure suchen sie dann woanders.

Zu den von dir zitierten Begriffen: Und wie die in das Weltbild passen. Gerade das begreife ich als meine persönliche
Freiheit. Ich kann meinen Partner anhimmeln, ich kann mich in einigen Bereichen dominieren lassen, ich kann das Gefühl genießen, schwach und weiblich zu sein. Ich bin aber dennoch gleichberechtigt. Er respektiert mich und meine Grenzen, nimmt mich als vollwertigen Partner wahr.
Solange der Partner auf der gleichen Ebene spielt. Sollte ein Partner zu merkwürdig sein, zu dominant um der reinen Dominanz willen oder weißderGeierwas - dann kann ich das beenden. Weil ich unabhängig bin, weil ich die gleichen Rechte habe, weil ich mit meiner Meinung genauso viel wert bin wie ein Mann. Vor wenigen Jahrzehnten war daran kaum zu denken. (und in vielen Familien ist es das bis heute noch nicht...)

Übrigens find' ich es wirklich toll, dass du dich auf die Diskussion einlässt und auch Argumente aus Männersicht einfließen lässt! :-) Chapeau!
m...t (Gast) - 17. Jul, 12:53

frau../nantik/..blue..@
müßt ihr mal anschauen bei
myblog unter
lady-marfa
was hat das denn jetzt mit gleichberechtigung zu tun?
nur so ausreisserlein...?

fraumaus (Gast) - 17. Jul, 13:05

Na, ja - das sind sexuelle Spielarten, die in der Regel von beiden Seiten freiwillig ausgeführt werden. Da gibt's meiner Meinung nach nichts zu Meckern. Die Herren gehen ja freiwillig dort hin, weil sie es wollen, brauchen, wasauchimmer...
Kojak (Gast) - 17. Jul, 13:29

darf ich auch mitmachen? ;-)
Also ich finde ja nur eine "verkopfte" Frau sexy. Absolut unsexy sind für mich die dummen Blondchen... Ich weiß nicht was daran störend sein soll, ich denke klügere Frauen nehmen sich und den Partner ganz anders war, und handeln daher viel reflektierter und wohl auch einfühlsamer. So mein Empfinden.
Zur Gleichberechtigung: Ich denke jede Frau sollte das tun können und dürfen was sie möchte. In Berufen sollte sie natürlich den gleichen Lohn bekommen wie ein Mann. Ich denke aber da ist man schon auf einem guten Weg. Schade ist nur, dass es meistens nur die "umweiblichen" Frauen wie Angela Merkel in höhere Posten schaffen. Aber da braucht man wohl eine gewissen Bissigkeit.
Auch finde ich dass die Elternzeit für Männer ausgebaut werden sollte, es gibt sicher viele Männer die das gerne machen würden.

Zur Emma: Auch ich als Mann kann dort einige Artikel entdecken, die ich sehr gut finde. Teilweise geht es mir zwar zu weit, aber nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird. Ich finde z.B. die PorNo Kampagne etwas zu krass, ich bin nicht für ein "No" eher für ein "Freiwillig & Respektierend". Ich denke es gibt immer Menschen die sowas tun wollen und welche die es sehen wollen.

Leider ist die Realität immer noch weit von den ganzen Idealen entfernt. Man muss nur paarmal Domian hören, um zu erfahren, wie viele Frauen behandelt werden. Sie werden psychisch unter Druck gesetzt, mit Gewalt in der Beziehung gehalten, zu Abtreibung gezwungen bzw "überredet", zu Sex und diversen Praktiken gezwungen, ...
Natürlich ist das kein realistisches Abbild unserer Gesellschaft, wenn man kein Problem hat ruft man da nicht an. Aber es zeigt viele Fälle auf, wie sie zu tausenden gibt.
Ach ja, auch Männern kann so etwas geschehen, es gibt auch Vergewaltigungen an Männern, sollte man nicht vergessen....

Lassen wir John Lennon sprechen

"Woman Is the Nigger of the World"
alex_blue - 17. Jul, 14:49

@Kojak

Finde Deine Meinung sehr positiv !

Zu dem Thema PorNo hab ich eine andere Meinung. Es geht hier nicht drum: wer mag, der soll doch, sondern um das Frauenbild, welches in diesen Filmen dargestellt wird. Ich hab schon einige gesehen, weiß also durchaus, von was ich rede.
Oder gibt es auch Filmchen, die anders sind ? Ehrlich gesagt: ich kanns mir nicht vorstellen.
Anscheinend stehen (manche/einige/viele ?) Männer auf Sex als Machtausübung/Akt der Dominanz. Von S/M mal abgesehen, wo der Mann durchaus auch die M-Rolle einnimmt, ist es doch zumeißt der Mann, der die beherrschende Rolle ausübt. Die Frau ist Lustobjekt, Spielball, muß willig sein.

Natürlich kann man argumentieren: wem's Spaß macht. Ich emfinde das aber trotzdem als eine einseitige, frauenverachtende Darstellung.
nantik (Gast) - 17. Jul, 15:03

@Alex_blue: Oh, da muss ich jetzt aber mal widersprechen. Es gibt nämlich durchaus Frauenpornos! Und damit meine ich nicht diese "All about Anna"-Kacke, die von Lars von Trier initiiert wurde, und die nichts anderes als Frauenfeindlich ist. Ich denke da eher an Erotikfilme von Frauen für Frauen. Hardcore von Petra Joy zum Beispiel. Oder von Candide Royalle, Emilie Jouvet, Shu Lea Cheang und Maria Beatty. Sie alle stellen die weibliche Lust in den Vordergrund. Da ist Frau kein Stück lebendiges Fleisch, das auf möglichst vielfältige Weise begattet werden muss. Vor Kurzem habe ich ein Porträt über Petra Joy geschrieben. Ihre Compilation "HerPorn" kann ich nur empfehlen. Das ist ein guter Überblick über weibliches Pornoschaffen der vergangenen zehn Jahre.
Und letztlich ist das doch dann auch Gleichberechtigung, wenn Frauen für Frauen Pornos machen ohne Frauen dabei zu erniedrigen. Gute Sache das.

kojak (Gast) - 17. Jul, 15:25

@nantik
@alex-blue

Das mit den Pornos sehe ich ähnlich. Abgesehen von dem entwürdigenden Frauenbild finde ich viele Pornos auch langweillig, diese nur auf das Genital gezoome ... teilweise muss ich dann an Dampfmaschinenkolben und -zylinder denke ;-)

Ausserdem gut mal ein paar Empfehlungen zu bekommen :-)
fraumaus (Gast) - 17. Jul, 17:27

Vielleicht sollte man vorm Pornokonsum IQ und EQ testen lassen... ;o)
Ich denke, aufgeklärte Menschen können durchaus zwischen Spiel, Fantasie und Realität unterscheiden. Ich finde auch nicht alle Filme abstoßend, in denen eine Frau dominiert (nicht im SM-Sinne) wird... was mir nur wichtig ist, ist das Wissen darum, dass diese Frau das freiwillig und gern tut. (gibt's ja auch) Dass sie am Set, davor und danach respektvoll behandelt wird... Das ist wohl der Knackpunkt.
Ganz schlimm finde ich diese Filme in denen man sofort sieht, dass die Frau keinen Spaß daran hat. Und bei denen man sich anhand der augenscheinlichen Herkunft der Damen, anhand der Qualität der Filme und des Sets die Umstände zusammenreimen kann...
@Nantik: Da muss ich direkt mal schauen ... kenne ich allesamt nicht. ;o)
nantik (Gast) - 20. Jul, 08:49

Huch, jetzt habe ich hier wohl voll den Eindruck hinterlassen, dass ich eine Pornoguckerin sei... Ähm, sämtliche Regisseurinnen findet man eben auf dieser Compilation "HerPorn". Und die habe ich mir eben angeschaut, weil ich ja die Petra Joy interviewt habe, und ... Ach, denkt doch, was ihr wollt! ;-) Porno ist jedenfalls nicht gleich Porno.
fraumaus (Gast) - 21. Jul, 08:48

Jajaaa, das hätte ich an deiner Stelle jetzt auch gesagt... *gacker* ;o)))
(Kann man denn das Interview auch irgendwo lesen? Hört sich nämlich sehr interessant an.)
nantik (Gast) - 21. Jul, 08:59

@fraumaus: Das Interview wurde so nicht abgedruckt, aber ich habe ein paar andere Artikel zu Petra Joy geschrieben, die ich dir gerne mal schicken kann.
fraumaus (Gast) - 21. Jul, 09:32

Das wäre ja toll! :-)

(Mail-Adresse dürftest du über die Kommentar-Funktion von deinem Blog haben, oder?)
nantik (Gast) - 21. Jul, 12:15

Nee, leider nicht.

Aber wenn du auf meinem Blog den Link zu Suite 101 anklickst, dann müsstest du mir darüber selbst schreiben können...
B. (Gast) - 23. Jul, 09:08

Och Mensch. Jetzt hab´ ich mal was gefunden, was ich auch kommentieren könnte, aber wenn ich das mache, hab´ ich Dich und alle ach so benachteiligten, armen Frauen am Hals - und das will ich nicht, also pssssst ;-)

fraumaus - 23. Jul, 20:04

Mh, also wenn du in meinem Eintrag was über benachteiligt liest, hast du da aber was falsch verstanden. ;o)

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Paul Auster, Joachim A. Frank
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